Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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Wir begeben uns jetzt wieder zu dem Manne, der, ein⸗ gehüllt in geheimnißvolles Dunkel, die Schickſalsfäden der meiſten in vorliegender Erzählung genannten Perſonen in Händen zu haben ſchien zu dem Doktor Pignetti. Wir finden ihn in der bereits früher beſchriebenen Zelle des Klo⸗ ſters der Schwarzen Brüder zu Kölln, in der er ſich ge⸗ wöhnlich aufzuhalten pflegte und in welche man vom Kor⸗ ridor aus nur durch zwei andere, ebenfalls bereits beſchrie⸗ bene Gemächer gelangen konnte. Das in Folgendem Erzählte ereignete ſich oder begann vielmehr am Abende des dem An⸗ denken der heiligen drei Känige gewidmeten Tages, alſo am 6. Januar 1441.

Auf dem Tiſche lag an der Stelle, auf welche der Schein der Ampel fiel, ein großes Buch, deſſen Ausſehen ein hohes Alter bekundete. Es war noch aufgeſchlagen und ließ auf vergelbten Pergamentblättern nur undeutlich die Schriftzüge erkennen, die einer fremden Sprache anzugehören ſchienen und hier und da durch ſeltſam geſtaltete Figuren unterbrochen waren. Pignetti ſaß vor dem Tiſche auf einem Seſſel und hatte ſeinen Kopf an die Rücklehne deſſelben gelegt; ſeine Augen waren halb geſchloſſen, die Arme ruhten auf den Sei⸗ tenlehnen des Seſſels; ſeine Züge, bleicher noch als ſonſt, drückten tiefes Nachdenken aus.

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