Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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möglich wär's, daß wir alles, was heut von uns beſchloſſen wird, nicht mehr zweckdienlich und tauglich fänden, nachdem wir erfahren, was ſich inzwiſchen zugetragen. Ich weiß wohl, daß Dich's drängt, mit mir über gewiſſe Vorfälle zu reden, fügte er lächelnd hinzu! auch weiß ich, daß Du mit meinem Thun in allen Stücken nicht ganz einverſtanden biſt, denn dies gewahrte ich deutlich, als wir uns zuletzt auf dem Rathhauſe ſahen; doch ſollſt Du zu ſeiner Zeit vollſte Aus⸗ kunft haben, und ich bin im Voraus verſichert, daß Du mir dann beiſtimmen wirſt.

Peter, der während des letzten Geſprächs ſich ſtill in den Hintergrund des Gemachs zurückgezogen hatte, trat jetzt an Ottokar heran.

Nun Ihr, wie's ſcheint, durch Herrn Boytin wieder zu Geld und Gut gelangt, lieber Herr, ſo kann ich auch wohl fortan meine Stelle bei Euch und ſomit mein Brod behalten, fragte er treuherzig. Denn wenn Ihr, wie Ihr in Spandow geſagt, dies Haus mit Allem, was dazu gehört, auch einem Andern abtreten müßt, ſo werdet Ihr doch wahr⸗ ſcheinlich als der Sohn dieſes reichen Herrn ſo viel haben, um Euch einen Diener halten zu können nicht ſo, Herr Boytin?

Ich habe dieſe Demüthigung verdient, da ich Dich bei der Freude, ſo mir widerfahren, faſt vergeſſen, erwiederte Ottokar. Nennt Ihr mich fortan Euren Sohn, Herr Boy⸗ tin, ſo müßt Ihr auch dieſen Wackeren als ſolchen anſehen, den ich von heute an auch dem Namen nach als Freund und Bruder betrachte. Und damit ich ganz offen bin: nicht ſeine treuen Dienſte, nicht, daß ich ihm mein Leben und damit ein beſſeres Daſein verdanke, hat mich bewogen, ihn zu bitten, daß er fortan mein Bruder ſein und heißen möge ein Gleiches hätte mein armer Andreas auch ge⸗ than, und ſolches würdig belohnen zu können, ſteht nicht in