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meint, ſo würdet Ihr durch ſie kein einzig Wort erpreſſen. Doch hindert Euch vielleicht die Pflicht am Reden, ſo gebt mir Antwort nur auf eine Frage: Könnt Ihr durch Euer Ritterwort bekräftigen, daß Ihr nichts Feindſeliges gegen die beiden Städte im Sinne habt?
— Das kann ich, und ich thue es hiermit! ſprach Waldenfels. Doch damit Ihr nicht im Zweifel bleibt, wie das gemeint ſei, ſo hört: Es war heute am frühen Mor⸗ gen, als ein kurfürſtlicher Trabant in Tegel, wo ich mich eben befand, anlangte und mir den Befehl brachte, unge⸗ ſäumt mit den Reiſigen, die ich zum Kriege gegen Mecklen⸗ burg für den Kurfürſten geworben, hierher zu ziehen. Die Bürger in den beiden Städten ſeien geſonnen, nicht ferner die Tyrannei des Rathes zu dulden— hieß es ferner; ſie würden, um ſich zu befreien, die Hülfe und den Schutz des Landesherrn anrufen, und darum ſollte ich mich bereit hal⸗ ten, ihnen auf den erſten Ruf Beides gewähren zu können. Da ich die auf den Dörfern zerſtreut liegenden Reiſigen auf heute Morgen zu einer Muſterung nach Tegel beſchie⸗ den hatte, ſo konnte ich ſogleich den Befehl ins Werk ſetzen. Ihr ſeht demnach, daß ich als Freund gekommen bin, als Freund der Bürger, wenn auch nicht des Rathes. Ihr, Herr Syndikus, waret mir bisher als eifriger Widerſacher des ungerechten Raths bekannt, daher mußte Euer Erſchei⸗ nen mich glauben machen, daß Ihr zum Schutz des Volks mich rufen wollt. Jetzt aber müßt Ihr ſchon als Geißel bleiben, bis ich mich überzeugt, daß Eure Abſicht nicht dar⸗ auf hinausgeht, mich vom Beiſtande der gerechten Sache abzuhalten. Mit Tagesanbruch laſſe ich beim Befehlshaber des Hohen Hauſes anfragen, der muß ja wiſſen, wie es in den beiden Städten ſteht.
— Man wiürde ſchwerlich einen von Euch einlaſſen,
entgegnete Ottokar nach kurzem Sinnen; ich könnte jedoch einen andern Vorſchlag machen, wenn Ihr mir verſprecht,


