8 German silver.
ihrem Rücken befeſtigt iſt, durch das Land. In jedem Farm⸗ hauſe halten ſie und der Farmer muß kaufen, ſei es auch nur, um den Juden wieder los zu werden. Ihre Sachen nehmen ſie meiſtens von einem Kaufmanne, den ſie Anfangs bezahlen, dann, wenn ſie bekannt werden, von ihm borgen, und den ſie zuletzt, allerdings mit einigen Ausnahmen, wenn ſie einen ziem⸗ lichen Credit haben, mit ihren Namen in ſeinen Büchern ver⸗ laſſen, in einem anderen Staate ihr Weſen von vorn anzufangen.
Ungeheuer viel Geld haben dieſe guten Leute, hauptſäch⸗ lich Deutſche, und 99⁄100 Juden, mit den Argentanlöffeln in Amerika verdient. Das Argentan heißt nämlich im engliſchen German silver(deutſches Silber), und dieſe Krämer oder pedlars, wie ſie genannt werden, machten ſich kein Gewiſſen daraus, den armen Landleuten die Löffel für Silber aufzu⸗ ſchwatzen, die ſie dann, im Fall dieſen ja die gelbe Farbe auf⸗ fallen ſollte, als german silver anprieſen und ſagten, daß daſſelbe nur eine andere Art, ſonſt aber eben ſo gut als das amerikaniſche Silber ſei. Natürlich giebt es auch Ausnahmen unter dieſen Händlern, und ſolche, die ehrlich und redlich ihr Geſchäft betreiben. Dieſe müſſen aber faſt ſtets bald wieder aufhören, weil ſie entweder ſolche Mittel und Wege, Waaren zu erhalten, wie die anderen einſchlagen, verſchmähen, oder zu ehrlich ſind ihre Sachen über den Preis zu verkaufen; in bei⸗ den Fällen machen ſie Bankerott, denn ſie können mit ihren Concurrenten nicht gleiche Preiſe halten.
Ein Jude Namens Wald, dem ich, wenige Wochen nach unſerer Ankunft in New⸗York begegnete, trug einen Korb, in welchem er Kämme, Bürſten, Band, Nadeln, Fingerhüte,
—
——


