Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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Der Pudding. 21

auch das wurde zuletzt ermöglicht. Mlhr. und Vgl. ſtreiften ſich die Aermel in die Höhe und fingen an, die Maſſe aus Leibeskräften mit Waſſer und Butter zuſammenzukneten; zu der ganzen Miſchung goſſen wir noch etwas von unſerem Rum, thaten dann das Ganze in den Sack, der eine 12—14 Zoll lange und 6— 7 Zoll im Durchmeſſer haltende Wurſt bildete, banden ihn oben recht feſt zu und übergaben das Ganze nun ſeinem Schickſal und dem Koche, welcher letztere es in einen der ungeheueren Keſſel zu den anderen ähnlichen Würſten hineinwarf. Um ihn ſpäter wiederzukennen, muß⸗ ten wir übrigens ein Zeichen daran machen, das in einem darangehängten Stückchen Holz mit der Coyennummer beſtand. Auf ähnliche Weiſe wurde auch unſer Fleiſch ge⸗ zeichnet.

Als wir am erſten Sonntag Mittag unſer Gebäck aus⸗ einander ſchnitten, wozu wir pr. Doppel⸗Coye, d. h. auf 10 Mann, eine Flaſche Syrup bekamen, war das Innere noch ein weißer Brei; das verſchlug uns aber nicht das Ge⸗ ringſte. Die nicht gahre Maſſe wurde mit einem Löffel heraus⸗ genommen, wieder in den Sack gethan, zugebunden und dann noch einmal dem kochenden Waſſer übergeben, und mit der größten Behaglichkeit wurde dann dieſes„erſte Kind unſerer Laune“ verzehrt. Am Abend giebt's Thee ulid Schiffszwie⸗

back, und den Thee ebenfalls dünn genug. Doch genug jetzt

über Eſſen und Trinken; ich habe dieß hier auch nur ange⸗ führt, dem Leſer wenigſtens ein kleines Bild der Haushal⸗ tung auf einem, mit Auswanderern beladenen Schiffe zu geben.