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worden. Herr Baron von Benkendroff nämlich hatte ſich nach ſeiner Rückkehr von Amerika zufällig einige Zeit in Heilingen aufgehalten, dort die ſchöne reiche Kaufmannstochter geſehn und kennen gelernt, ſich zu gleicher Zeit ſterblich in ſie verliebt, und ſeine Hochzeit, da ihn auch Sophie lieb gewonnen, gleich in demſelben Monat noch gefeiert.
In den anderen Kutſchen, aber alle von mit Blumen ge⸗ ſchmückten Poſtillonen gefahren, ſaßen die Hochzeitsgäſte aus der Stadt, bunt gemiſchte, aber fröhliche Menſchen, und unter ihnen das gutmüthige Geſicht unſeres alten Freundes Kell⸗ mann, neben der ſcharfgeſchnittenen aber heute ebenfalls zufrie⸗
den lächelnden Phyſiognomie ſeines unzertrennlichen Geſellſchaf⸗
ters, des Apotheker Schollfeld.
An der Gartenthür von dem Wirth und einer Schaar geſchäftiger Kellner empfangen, ſtiegen die jungen Eheleute aus, und begrüßten hier zuerſt ihre Gäſte, und während das, hinter einer künſtlichen Blumenhecke aufgeſtellte Militair⸗Mu⸗ ſikchor— eine Ueberraſchung Kellmanns— plötzlich mit ſchmet⸗ ternden Trompeten in Mendelſohns herrlichen Hochzeitsmarſch des Sommernachtstraums einfiel, und dem kleinen glücklichen Hopfgarten vor Rührung auf einmal die großen hellen Thrä⸗ nen in die Augen traten, ſetzte ſich der Zug in Bewegung,
dem Hauſe zu.
Das Mahl ging vorüber, wie derartige Mahlzeiten ge⸗ wöhnlich thun; eine Menge Toaſte wurden ausgebracht, und
die glücklichen Menſchen jubelten, lachten und erzählten bis
ſpät am Waühmitzag wo der Kaffee im Garten ſelber ſervin
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