Teil eines Werkes 
6. Bd. (1855)
Entstehung
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Den Pfad herunter, der von Zurſchtel niederführte, kam

ein Bettler an einer Krücke daher gehinkt. Es war ſonſt eine breitſchultrige, kräftige Geſtalt, aber mit eingefallenen Backen und hohlliegenden Augen, das linke Bein ziemlich dick in alte zerlumpte Tuͤcher und Lappen eingeſchlagen, und die linke Seite ſeines Geſichts ebenfalls mit einem ſchmuzigen Tuch verbunden.

Als er die Gartenthür erreichte, blieb er ſtehen, und ſah hinein, betrat aber den Garten ſelber nicht, und ſchaute ſtill und aufmerkſam nach dem Haus hinüber.

Den breiten Gang herunter, der von der Guirlanden ge⸗ ſchmückten Hausthür in gerader Linie nach dem Thore zu führte, ſchritt der Eigenthümer des Grundſtücks, Herr Kaspar Helker, nach ſeinen Arbeitern zu ſehn. In die Nähe des Bettlers ge⸗ kommen, zog dieſer den Hut ab, und ſagte mit bittender Höf⸗ lichkeit:

Wären Sie wohl ſo gut, lieber Herr, mir zu ſagen was heute hier los iſt im rothen Drachen, mit all den Krän⸗ zen und Blumen, und welches Feſt Sie feiern?

Ja wohl Freund, ſagte Herr Kaspar Helker, den ar⸗ men zerlumpten Teufel dabei mit aufmerkſamem, vielleicht nicht beſonders befriedigtem Blick betrachtend,Herr von Hopf⸗ garten feiert heute ſeine Vermählung mit des reichen Dollinger jüngſter Tochter, die früher, ich weiß nicht, ob Ihr die Ge⸗ ſchichte kennt, an einen, jetzt geſtorbenen, Amerikaner ver⸗ heirathet war.

Herr von Hopfgarten hm Herr von Hopfgarten