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duftigen, ſchattigen Garten zu, wo ihn zu dieſer Zeit der Nach⸗ mittagskaffee in der blühenden Fliederlaube erwartete. Aber mehr als das harrte heute ſein.
„Vater— lieber Vater!“ jubelten ihm die Kinder ent⸗ gegen, Blätter Papier hoch und jauchzend empor haltend— „Brief von Georg iſt gekommen— Brief vom Bruder Georg; er kommt herüber in ein oder zwei Jahren mit ſeiner Frau! — er hat geheirathet, Vater— Bruder Georg hat geheirathet und es geht ihm gut!“
Der Paſtor blieb ſtehn, und als die Kinder auf ihn zu⸗ geſprungen kamen und ihm in ihrer frohen Kindesluſt den Brief entgegen hielten, bog er ſich zu ihnen nieder uud küßte ſie, aber die Mutter folgte ihnen, und barg ihr Haupt an des Gatten Bruſt. Sie hatte ſprechen— erzählen— mit den Kindern jubeln wollen, und kein Wort brachte ſie jetzt vor Thränen über die Lippen— aber es waren Freuden⸗ thränen.
„Georg hat geheirathet!“ jubelte Fritz dabei, der jüngſte Sohn, den Brief in der Hand ſchwenkend, und um die Anderen herumſpringend—„ich bin jetzt ein Schwager geworden, und Du, Louiſe und Du Trinchen, Ihr ſeid Schwägerinnen— hurrah, Bruder Georg ſoll leben!“
„Und es geht ihm gut?“ flüſterte der Paſtor, der Gattin an ihn gelehnte Stirn wieder und wieder küſſend.
„Gut— recht, recht gut, Gott ſei ewig gelobt und ge⸗ dankt,“ ſchluchzte die Frau—„da, lies nur ſelbſt— ich habe vor Thränen nicht weiter leſen können.“


