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oder nicht,“ ſagte Hopfgarten, der ſich über das ungenirte Be⸗ nehmen des Burſchen doch ein wenig an zu ärgern fing— „kommen Sie, geben Sie mir den Genevre herunter.“
„Angenehm ſein— länger Vergnügen haben— wegen warten müſſen—“ brummte Schmidt in den Bart, indem er Flaſche und Glas auf den Tiſch ſetzte. Hopfgarten nahm aber weiter keine Notiz von ihm, trank, zog ſein Taſchentuch aus der Taſche ſich den Mund zu wiſchen, und ſagte dann zu dem Barkeeper, der indeſſen raſch um den Schenktiſch herum und der Thüre zugeſchritten war:
„Schreiben Sie mir das Glas auf, ich habe jetzt kein
kleines Geld bei mir, und auch keine Zeit zum Wechſeln— geht Ihre Uhr da richtig?“
„Auf den Punkt.“
„Gut; wollten Sie wohl die Güte haben mir zu erlau⸗ ben vorbeizugehn, Herr— Schmidt heißen Sie ja wohl. 4
„Ja wohl, Julius Thiodolph Schmidt.“
„Thiodolph, ſchöner Name— Sie haben übrigens wohl nicht verſtanden, um was ich Sie gebeten— ich möchte auf die Straße hinaus.“
„Ja, das ſoll ungefähr der Wunſch von allen denen ſein, die nicht mehr hinaus können,“ ſagte Schmidt mit unzerſtör⸗ barer Ruhe, ohne auch nur eines Zolles Breite zu weichen.
„Nicht mehr hinauskönnene ich glaube Sie ſind verrückt, oder haben zu viel getrunken,“ rief Hopfgarten, jetzt wirklich ärgerlich.„Treten Sie aus dem Weg, oder ich bringe Sie


