259 Sie mir den Gefallen und ſchließen Sie noch einmal auf— ich halte Sie nicht zehn Minuten länger.“
„Ah mein guter Herr Henkel; ſehr erfreut ſie zu ſehen, wie geht es Ihnen,— womit kann ich Ihnen dienen?“ ſagte der Doctor auf Engliſch, dem Wunſche willig Folge leiſtend, und in ſeinen„shop“ voran hineintretend.
„Ich habe eben Jemanden getroffen den auch Sie kennen,“ ſagte Soldegg.
„Herrn von Hopfgarten— nicht wahr?— ja er hat mir heute Morgen ſeine Viſite gemacht, gerade wie er ankam.“
„Er iſt erſt ſeit heute Morgen in der Stadt?“
„Etwa ſeit zehn oder elf Uhr; er trug ſeinen Reiſeſack noch unter dem Arm.“
„Dann hab' ich Gluck gehabt, daß ich ihm gleich begeg⸗ net bin— Sie wiſſen, nicht wie lange er zu bleiben gedenkt?“
„Oh wohl nur ſehr kurze Zeit—“
„Das glaub' ich, nachdem er mich geſehn,“ lachte Soldegg.
„Wie ſo? was haben Sie mit ihm?“ rief der Doctor erſtaunt.
„Lieber Doctor, das iſt eine lange Geſchichte Ihnen die weitläufig auseinander zu ſetzen; ich erzähle Sie Ihnen aus⸗ führlicher, wenn wir nachher zuſammen fortgehn; für jetzt muß ich Sie um eine große Gefälligkeit bitten. Wollen Sie ein⸗ mal mit mir zum nächſten Friedensrichter gehn— er wohnt keine zehn Häuſer von hier.“
„Mit dem größten Vergnügen, aber weshalb?“ 17*
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