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„Der Mann da will gern ein Zimmer für ſich allein haben,“ ſagte der Barkeeper— ein ziemlich ungeſchlacht aus⸗ ſehender halb Amerikaniſirter Deutſcher, mit aufgeſtreiften Hemdsärmeln, ein gelb und rothſeidenes Taſchentuch über die rechte Schulter und unter dem linken Arm durchgebunden, indem er Herrn von Hopfgarten ſeinem Principale vorſtellte, „kann er eins kriegen?“
„Guten Morgen Herr Landsmann,“ ſagte aber Lobſich, ohne auf ſeinen Barkeeper weiter zu achten, indem er auf den Fremden zuging, ihm die Hand gab und dieſe derb ſchüttelte— „wie gehts Ihnen?— ſchon lange im Lande? ſind doch ein Deut⸗ ſcher, nicht wahr?— ja wohl, ſieht man Ihnen gleich an— hol der Teufel die Amerikaner— wollen alſo bei uns woh⸗ nen?— können ein Zimmer kriegen; was trinken Sie denn?“ — und mit dieſer Endfrage, auf die er, ſchon ſeinethalben eine direkte Antwort haben mußte, während der Barkeeper, kaum das Stichwort hörend, hinter ſeinen Schenkſtand ſprang, trat Lobſich mit ſeinem Gaſte, der noch gar nicht zu Worte kom⸗ men konnte, zu der Bar, und winkte nur mit den Augen nach ſeiner Flaſche hinüber.
Hopfgarten mußte er freilich die ächt Amerikaniſche Frage „was trinken Sie“ noch einmal wiederholen.
„Ein Glas Portwein, wenn ich bitten darf⸗ alſo das Zimmer kann ich bekommen?“
„Koſtet aber einen Dollar mehr die Woche,“ ſagte der Barkeeper.
„Der Herr hat ja noch gar nicht danach gefragt, Dick⸗ — 16*


