Teil eines Werkes 
5. Bd. (1855)
Entstehung
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lieber aufſpringen und ihm frei und offen die Wahrheit bekennen, wie ihn um Verzeihung bitten mögen und wäre dann aus⸗ gelacht worden. Nein das ging nicht an; aber einen Beweis wollte er ſich ſelber geben daß er einſähe wie Unrecht er gehabt ſich ſelber gegenüber etwas thun, das ſeinem in ſo ſchänd⸗ lichen Verdacht gehaltenen Wirth dem eigenen Gewiſſen gegen⸗ über ſein Unrecht eingeſtand. Zuerſt klappte er das Meſſer alſo ganz leiſe wieder zu und ſchob es in die Taſche zurück, und dann, wie aus tiefem Schlaf erwachend dieſe kleine Täu⸗ ſchung konnte er ſich nicht verſagen richtete er ſich empor, warf die Decke zurück, nahm den Sack, öffnete ihn und ſchob ſeine Füße, ſo weit er ſie bringen konnte, hinein.

Aha? ſagte ſein Wirth, der, als er das Geräuſch hörte, langſam den Kopf nach ihm wandte,hatt' ich recht? die Füße fangen Einem gewöhnlich Nachts an zu frieren, wenn ſie den Tag über naß waren; der Sack wird ſie ſchon warm halten.

Ich denke auch es iſt doch wohl ſo beſſer, ſagte Hopfgarten beſchämt, warf ſich dann wieder zurück auf ſein eben nicht beſonders weiches Kopfkiſſen, zog die Decke bis zum Kinn hinauf, und war in wenigen Minuten ſanft und ſüß eingeſchlafen.

Als er am anderen Morgen erwachte ſtand die Sonne ſchon hoch am Himmel, und auf dem Tiſche dampfte ein delikat duftendes Frühſtück, während ein ihm ganz gut bekanntes Ge⸗ ſicht, das einem wunderhübſchen jungen Mädchen gehörte, in

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