„Ein alter Jude wohnt dort mit ſeiner Mutter“ ſagte der Amerikaner, einen ſcheuen Blick nach dem Licht hinüberwerfend, „und handelt am Tag in der Gegend herum; die Leute ſa⸗ gen auch er hätte eine Maſſe koſtbarer Waaren bei ſich aufge⸗ häuft, wo er die aber her und womit er ſie bezahlt hat weiß kein Menſch, und es mag auch Niemand ſeine Schwelle be⸗ treten.“
Der Mann ſchritt weiter; während das Wetter aber im⸗ mer wüthender wurde, der Regen immer toller niederpeitſchte und der Sturm in den Baumwipfeln raſte, als ob er die alten Rieſenkronen, die ihm Jahrhunderte getrotzt, bei dem Armvoll niederwerfen wollte, zog ſich der Weg wieder in eine Niederung hinab, in der ſie bis an die Knie faſt in Schlamm und Moraſt waten mußten. Das Licht kam dabei näher, obgleich man deutlich unterſcheiden konnte daß es links etwas von der Straße ab lag und Hopfgarten, an ſolche Beſchwerden nicht gewöhnt, und mit der Möglichkeit ihnen zu entgehn vor ſich, beſchloß endlich mit ſeinem Gepäck, das er ja überdieß auf dem Rücken trug, querfeldein auf das Haus zuzugehn, und die Gaſtfreund⸗ ſchaft der Leute, mochten ſie ſein was ſie wollten, für dieſe Nacht in Anſpuch zu nehmen. Morgen fand ſich dann ſchon Gelegenheit weiter zu kommen, oder er gab auch ſeine ganze Reiſe nach Vincennes und von da mit der Poſt weiter nach St. Louis auf, und kehrte auf dem nächſten Weg nach dem Ohio zurück— er hatte das Poſtfahren ſatt bekommen.
Der eine Farmer rieth ihm allerdings, als er den Entſchluß hörte gar eifrig ab, und tröſtete ihn damit, daß ſte höchſtens noch


