239 dem deutſchen Bauer Rohrberger, den er bei Cincinnati getrof⸗ fen, und konnte nur jetzt hoffen daß er ſich irre, und Profeſſor Lobenſtein die Sache viel beſſer verſtehe als er es ihm, wenn er recht aufrichtig ſein wollte, zutraute.
Nur Marie war heiter wie immer, lachte über die Maſſe von kleinen Unbequemlichkeiten die ſie auszuſtehen hatten, und freute ſich wie ein Kind auf die naͤchſte Zeit, wo ihre Hühner⸗ zucht heranwachſen und ihr Garten erſt in Ordnung ſein würde. Bis dahin hatte ſie freilich noch ein wenig zu thun; aber der nächſte Sommer mußte das, nach Vaters Verſicherung, auch Alles beendet ſehn. Wenn nur erſt einmal das Haus ſtand, denn das war für jetzt die Hauptſache, und in der That auch der Punkt, um den ſich jede weitere Hoffnung für Be⸗ quemlichkeit und Wohnlichkeit drehen mußte.
Marie hatte übrigens, trotz all dem Wirwarrr in dem ſie Hopfgarten antraf, doch Zeit gefunden den verſprochenen Brief an Clara Henkel zu ſchreiben. Eine nähere Adreſſe wußte ſie freilich nicht darauf anzugeben, als das St. Charles Hotel, das Henkel ſelber dem Profeſſor als ſein nächſtes Domicil, bis er eine eigene Wohnung würde in Stand geſetzt haben, be⸗ zeichnet hatte, das genügte aber auch, und war er von da wirklich ſchon ausgezogen, ſo konnte er weiter erfragt werden. Ueberhaupt mußte ja auch die Firma ſelber leicht aufgefunden werden können.
Uebrigens wünſchte Hopfgarten die Reiſe nach St. Louis nicht gern, wie er gekommen, zu Waſſer fortzuſetzen; es lag darin etwas gar zu monotones, und er bekam auch auf die Weiſe


