238
Aerger mit einem kürzlich in's Haus genommenen und gleich wieder fortgeſchickten Amerikaniſchen Mädchen gekommen, deſ⸗ ſen Eltern ſich jetzt gekränkt glaubten, und dem Vater ſchon einige unangenehme Auftritte gemacht hatten; ſie hütete des⸗ halb das Bett, um ſich in dem jetzt eintretenden kälteren Wetter keinem Rückfall auszuſetzen.
Hopfgarten beabſichtigte, als er Cincinnati verließ, ein paar Tage bei Lobenſteins zuzubringen, ehe er ſeine Reiſe fort⸗ ſetze; er hatte die Familie lieb gewonnen, und nahm wirklich Theil an ihrem Wohlergehn. Wie er aber jetzt hier die Zu⸗ ſtände fand, mit kaum Platz für ſich ſelber die Nacht zu ſchla⸗ fen, hielt er es doch für beſſer ſchon am andern Tag wieder aufzubrechen, und ſeinen Beſuch lieber das nächſte Mal, wenn ſie vollſtändig eingerichtet ſein würden, länger auszudehnen.
Zu gleicher Zeit konnte er ſich aber auch eines unbehag⸗ lichen Gefühles, dem er trotzdem keinen rechten Ausdruck zu geben wußte, nicht erwehren; die ganze Art, wie der Profeſſor ſeine Anſiedlung in Angriff nahm, ſchien ihm nicht die rechte; die vielen deutſchen Arbeiter, die ſo wenig von der hieſigen . Art zu bauen und Feld zu beſtellen wußten, und nebenbei ein ſchmähliges Geld koſten mußten; die vielen Pläne, die der gewiß ſehr gelehrte, aber vielleicht gar nicht ſo praktiſche Nann auf einmal hatte; das Spatzierengehn des Sohnes ſelbſt, eine Kleinigkeit an und für ſich, aber doch von Bedeutung hier, wo es im Hauſe eben noch Alles zu thun gab— er ſträubte ſich gegen das Gefühl ſo viel er konnte, aber es war ihm im⸗ mer als ob da nicht Alles ſo in Ordnung ſei, wie z. B. bei


