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ſchien auch der Wagenführer, der noch einen weiten Weg vor ſich hatte, keine große Luſt zu haben länger zu warten. Sie mußte ſich deshalb wirklich nicht allein entſchließen, den Platz zu verlaſſen, der ihr zum erſten Mal in ihrem Leben eine Scene ächt wilder Romantik bot, ſondern auch auf höchſt un⸗ romantiſche Weiſe, und noch dazu im Beiſein einer Maſſe fremder Menſchen, die gewiß dabei ihren Spott über ſte hatten, auf einen ganz gewöhnlichen Rüſtwagen hinaufklettern, und ſich dort in raſchelnden Maishülſen, zu denen ihr ganzer Anzug auch nicht im mindeſten paßte, vergraben. Es koſtete ihr der Entſchluß in der That eine Ueberwindung; aber trotz ihrem oft übertriebenen Hang zur Schwärmerei hatte Amalie von Seebald, wie ſie auch ſchon durch ihre ganze Reiſe bewieſen, doch viel Charakterſtärke, die, mit dem Abenteuerlichen ihrer Situation, ſie bald bewog ſich über alles Andere hinwegzu⸗ ſetzen.
„Der Amerikaner brachte indeſſen, wie überhaupt keine Nation aufmerkſamer gegen Damen ſein kann als dieſe, aus der nächſten grocery einen Stuhl heraus, daß ſie bequemer auf den Wagen kommen konnte; lachend und verſchämt nahm dabei die Dame ihre Kleider zuſammen, ſtieg auf den Stuhl und ſchwang ſich, von der breiten Hand des Wagenführers dabei unterſtützt, auf das Rad und von da in den Wagen, ein junger Burſche trug den benutzten Stuhl in die grocery zurück, der Amerikaner klatſchte mit der Peitſche, die Pferde zogen an, und neben hergehend, bis ſie die obere Bank erreicht hatten, fuhr das ziemlich ſchwerfällige Geſchirr, von den


