Der Mann richtete ſich dabei aus ſeiner Stellung auf und ging langſam an die andere Seite des Decks, als ob er die rothen Männer nicht einmal anſchauen wollte, ſo lange er's verhindern konnte. Er ſah dabei ſo finſter und erbittert aus, daß Fräulein von Seebald froh war, ſeiner unheimlichen Geſellſchaft bald enthoben zu ſein.
Das Boot legte indeſſen an ſeinen gewöͤhnlichen Landungs⸗ platze, einem dort befeſtigten rieſigen flachgedeckten Boote, auf das Geſchirre und Pferde leicht hinaus oder an Bord gebracht werden konnten, an, und die Indianer, beſonders die Kinder, halb ſcheu, halb neugierig den Platz umdrängend, ſammelten ſich dort, die fremden weißen Männer und Frauen ausſteigen zu ſehen. Die Kinder gingen faſt ſämmtlich nackt, die Er⸗ wachſenen aber trugen ein Tuch um die Hüften, und meiſt ein ledernes oder kattunenes Jagdhemd, die Haare dabei in einen Büſchel gebunden, Einzelne mit Zierrathen, zwei mit einer Adlerfeder darin. Nur die Frauen hielten ſich ſchüchtern zurück bei ihren Lagerfeuern, und ſchauten kaum um nach dem raſch den Dampf auspuffenden Boot, oder den weißen Leuten— ſie hatten davon genug geſehen, mehr als ihnen wohl lieb war, und von ihnen aus der Heimath vertrieben und einem fremden unbekannten, kalten Lande zugeführt— wie konnten ſie ſich da an den verhaßten Weſen freuen. Auch die Männer ſchau⸗ ten ſtill und finſter drein, und wo ſie Einer der Weißen an⸗ redete, drehten ſie ſich mürriſch ab von ihnen und ſchritten ihrem Lager wieder zu.
Es waren edle, kräftige Geſtalten unter ihnen, Manche


