Teil eines Werkes 
4. Bd. (1855)
Entstehung
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bildeten; aber ſie ſah neu und häßlich aus, wie eine Schachtel friſch ausgepackter Nürnberger Spielwaaren in eine Reihe ge⸗ ſtellt, über die der darüber wohnende Urwald den Kopf ſchüt⸗ telte, und ſeufzend dabei den Krebsſchaden erkannte, der ſich weiter und weiter in ſeine Seite fraß.

Fräulein von Seebald, von den Leuten an Bord neu⸗ gierig betrachtet, die eine einzelne und dabei ſo elegant geklei⸗ dete fremde Dame nicht ſo oft und früh zwiſchen ſich ſahen, hüllte ſich übrigens, ohne mit irgend Jemand zu verkehren, feſter in ihren Shawl die Morgenluft wehte friſch und kühl über den Strom und ſchaute unverwandt nach dem andern Ufer hinüber, dem ſie raſch entgegenſtrebten.

Ha, was war das? unten am Strand dicht unter der hohen ſteilen, wohl ſechzehn Fuß ſchroff emporſteigenden Lehmbank, und bis jetzt von dem tief ſtreichenden Nebel ver⸗ deckt, der ſich, wie ſie dem Lande näher kamen, theilte, oder doch durchſichtiger wurde, breitete ſich eine Scene vor den er⸗ ſtaunten Blicken der jungen Dame aus, wie ſie ihre kühnſte, romantiſche Phantaſie nur im Stande geweſen wäre herauf zu beſchwören.

Indianer! rief ſie faſt unwillkürlich laut aus, denn das ganze Ufer dort war bedeckt, belebt von einem wilden Schwarm brauner, halbnackter Geſtalten, die theils unter nie⸗ deren ledernen Zelten, theils nur an kleinen Feuern campirt haben mußten. Pferde wieherten und galopirten am Ufer hin, Kinder ſprangen und jauchzten in und neben dem Waſſer, an dem ſie badeten und ſpielten, Frauen kochten oder trugen Holz