Teil eines Werkes 
4. Bd. (1855)
Entstehung
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der freundlichen Wirthin ſelber aufgeſucht und unterſtützt wurde ihre Toilette zur Abendtafel, die aus einem recht guten

compakten Mahl mit Thee beſtand, vorzubereiten.

Charley Fiſcher hätte nun gar zu gern dieſe Gelegenheit benutzt, aus ſeinem Gaſt alles nur Mögliche über ihre Lebens⸗ verhältniſſe und beſonders den Zweck ihrer Reiſe heraus zu bekommen, denn daß eine junge Dame eine ſolche Fahrt allein unternommen, hatte jedenfalls auch etwas ganz Abſonderliches zu bedeuten. Nun ſagte ihm Fräulein von Seebald allerdings ganz einfach, daß ſie nur nach Arkanſas gekommen wäre ihre,

an den Grafen Olnitzki verheirathete Schweſter zu beſuchen,

aber das glaubte er ihr natürlich nicht, und ſuchte nun erſt recht etwas Geheimnißvolles unter dem Beſuch. Je bereit⸗ williger und freigebiger er dabei mit ſeiner eigenen Lebensge⸗ ſchichte war, deſto mehr verdroß es ihn natürlich, wenn An⸗ dere nicht Gleiches mit Gleichem vergelten wollten. Fräulein von Seebald war aber ermüdet von der Reiſe ſowohl, als ſie ſich auch angegriffen von der Aufregung der letzten Tage, dem erhofften Wiederſehn entgegenharrend, fühlte, und ſuchte deshalb zeitig ihr Lager. Charley Fiſcher verſprach ihr übri⸗

gens ſie wecken zu laſſen, wo ſie das Frühſtück bereit finden

und immer noch zeitig genug zur erſten Fähre kommen ſollte. Der Fuhrmann hatte dabei zugeſagt, bei ſeinem Hauſe, wo er überdies ſeinen gewöhnlichen Morgentrunk nahm, vorzu⸗ fahren, und eine Verſäumniß war deshalb gar nicht möglich.

Der Morgen kam; die Sachen wurden vor das Haus

geſchafft, die beiden kleinen Kiſten beſonders mit wieder . 2⸗