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wollen, aber die Frauen bleiben zu Hauſe und hüten das und ihre Kinder, und haben dabei alle Hände voll zu thun.“
„Aber die Nachbarn kommen dann unter einander wahr⸗ ſcheinlich ſehr häufig zuſammen.“
„Ja, wenn ſie Nachbarn haben, die Nachbarſchaft in Arkanſas ſoll aber der Henker holen“ ſagte Charley—„die nennen ſich ſo und wenn ſie zwanzig Meilen von einander ſitzen.“
„Das iſt ein Beweis für ihre Geſelligkeit“ lächelte Fräu⸗ lein von Seebald.
„Ja ſchöne Geſelligkeit, wenn Niemand dazwiſchen wohnt“ meinte Charley—„ne, da lob' ich mir Little Rock; wenn mir da mein eigener Brandy nicht mehr ſchmeckt, gehe ich um die Ecke herum zum Georg und trinke da anderen, und alle Wochen kommen ein paar Dampfboote den Strom herauf oder herun⸗ ter, die auch Neues bringen, und wo man doch etwas zu hö⸗ ren und zu ſehn bekommt. Siiſt ein ganz famoſes Leben in Little Rock.“
Fräulein von Seebald fühlte ſich, obgleich ihr der fremde Deutſche gar nichts Direktes von den Ihrigen ſagen konnte, und dieſe jedenfalls in ganz andern Verhältniſſen lebten wie er ſie hier ſchilderte, doch unangenehm berührt durch dieſe Be⸗ ſchreibung, ſie wußte eigentlich ſelber nicht recht weshalb. Es war ihr auch erwünſcht daß die Unterhaltung in dieſem Augen⸗ blick durch die in der Cajüte geläutete Klingel, das Zeichen zum Mittagstiſch, abgebrochen wurde, und ſie zog ſich mit einer leichten dankenden Verbeugung gegen Herrn Fiſcher, die


