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„Und Sie kennen den Grafen Olnitzki nicht perſönlich?— waren nie dort in der Gegend?“
„Nein Madame— mein Fräulein wollt' ich ſagen, aber wiſſen Sie, mit dem Grafen hat es hier auch nicht viel zu bedeuten.“
„Wie ſo, geht es ihm ſchlecht?“ frug Amalie raſch und erſchreckt.
„Wem? dem Olnitzki? ja ich weiß nicht— nein ich meine nur mit dem Titel überhaupt. Wiſſen Sie, hier in Amerika ſind wir alle gleich— alle freie Bürger, Einer ſoviel wie der andere, und wenn ich mich zum Spaß Graf Charley Fiſcher nennen wollte, hätte auch Niemand etwas dawieder, ich wäre eben Graf Charley Fiſcher, und wenn die Leute zu mir kämen und ein Glas Brandy trinken wollten, wuͤrden ſie mir wie jetzt auf die Schultern ſchlagen und ſagen:„nu Graf Fiſcher, altes Haus, wie gehts, how doyou thuts Euch?“
„Ich glaube auch nicht daß Graf Olnitzki Anſpruch auf eine höhere Stellung macht“ ſagte Fräulein von Seebald.
„Ne, kann ich mir denken“ ſagte Charley freundlich, „würde ihm auch gar Nichts helfen; beſonders hier nicht in Arkanſas. Wir haben hier übrigens eine ganze Menge Polen; da iſt der Graf Doraski am Red River und der Graf Potelsk — Podelscyk— na wie heißt er denn gleich, verwünſchte Namen tragen die Polen manchmal, und die Amerikaner ha⸗ ben ganz recht wenn ſie meinen, man könnte ſie nur aus⸗ ſprechen wenn man dreimal nießte und dann ski ſagte— na es iſt einerlei wie er heißt. Sonderbar, von Polen kommen


