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„Gut, ſo hören Sie; ich gehe oben in der Stadt über
einen großen freien Platz, auf dem ein höchſt ungeſchicktes ſtei⸗ nernes Gebäude, ein großes Dach eigentlich nur von vier⸗ eckigen ſteinernen Pfeilern getragen ſteht;“
„Oh das iſt ein Markthaus,“ ſagte der Rothbart.
„Schön,“ fuhr Theobald fort,„alſo in dieſem Markt⸗ haus, wo aber nicht viel zu verkaufen war“—
„Da müſſen Sie Morgens hinkommen.“
„Bitte, unterbrechen Sie mich nicht alle Augenblicke— alſo in dieſem Markthaus reizten meine Aufmerkſamkeit ein⸗ zelne, hell erleuchtete Stände, auf denen große Meſſing⸗ und Kupfer⸗Maſchinen mit Hähnen unten daran zum Ausſchenken ſtanden, wie auch die kleinen, reinlich gedeckten Tiſche mit deliciöſem Backwerk und Kaffee⸗ und Theegeſchirr bedeckt waren. Allerliebſte junge Mädchen“—
.„Na erzählen Sie uns nicht die alte Geſchichte,“ unter⸗ brach ihn der Rothbart da wieder,„um das zu ſehn, brauchen Sie nur um die nächſte Ecke zu gehn; da ſtehn auch welche.“ „Aber wir kennen es noch nicht, verehrter Herr,“ ſagte Schultze,„bitte fahren Sie fort lieber Theobald, und laſſen Sie ſich nicht irre machen von— von dem Herrn da. 4 „Allerliebſte junge Mädchen ſtanden daneben und credenz⸗ ten den Spatziergängern, die an ihren Tiſchen ſtehen blieben, Kaffee, Thee oder Chokolade, und ich war auch zu einem der Tiſche gegangen, an dem ein reizendes Kind mit etwas dunk⸗ ler Haut aber wundervollen Augen und langen kaſtanienbrau⸗ nen Locken—
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