Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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daß ſie immer gleich auf eine ganze Gemeinde paſſen ein Bericht, den ich Ihnen einmal vorleſen werde. Von einem Greiſe will ich ſingen, der neunzig Jahr die Welt geſehn, alſo paſſen ſie auf.

Waldenhayn den 29. Auguſt. Am Dienſtag Abend den 18. Auguſt dſ. J. verließen der unfern des Dorfes an einer etwas vom Wege abſeits gelegenen alten Förſterswohnung, zur Zeit nicht mehr anſäſſige und ſchon gekündigt ſeiende, auch ſchon ſeit längeren Jahren in keinem guten Ruf, und die letz⸗ ten ſechs Monate ſogar unter polizeilicher Aufſicht ſtehende hah erlauben Sie erſt einmal meine Herren daß ich abſetze, um Athem zu holen der Canzleiſtyl kann einem Schnell⸗ läufer die Lunge zuſchnüren polizeilicher Aufſicht ſtehende Carl Heinrich Steffen, von den Dorfbewohnern ſeines ſchwar⸗ zen Haares und Bartes wegen gewöhnlichder ſchwarze Stef⸗ fen genannt, und unter dieſem Namen auch in dortiger Ge⸗ gend überall bekannt, mit ſeiner Frau der Johanna, Julie,

Gertrude Steffen, geborene Melzer, heimlicher Weiſe ſeine mit.

ihr in rechtmäßiger Ehe erzeugten drei Kinder wie ein unehe⸗ lich erzeugtes Mädchen, indem ſie dieſelben Abends unter dem Vorwand auf das Amt citirt zu ſein verließen, und allem Ver⸗ muthen nach ihren Weg nach Amerika oder ſonſt in das Aus⸗ land genommen haben, und bis jetzt aber noch nicht ermittelt wer⸗ den konnten. Die Kinder wurden von den nächſten, etwa eine Viertelſtunde von dem entlegenen Haus wohnenden Nachbarn, erſt am fünften Tag halb verhungert gefunden, da ſich dieſel⸗ ben durch eine vorgeſchobene Lüge der unnatürlichen Eltern,

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