wir
ſchiedenen Spirituoſen gefüllte gläſerne Karaffen geordnet und mit dazwiſchengelegten Orangen und Citronen verziert waren. Hinter dem Schenktiſch, oder der„bar“ wie ein ſolcher Platz in Amerika genannt wird, ſtand ein junger ſtämmiger Burſche von vielleicht fünf oder ſechs und zwanzig Jahren, mit glatt zurückgekämmten blonden Haaren, faſt auffallend großen Oh⸗ ren, ſtieren, aus dem Kopf ordentlich herausſtehenden blauen Augen, und einem ſehr runden, halb geöffneten Mund, was ihm ein ſehr erſtauntes überraſchtes Ausſehn gab, ſonſt aber ſo leicht und bequem an- oder vielmehr ausgezogen, wie das nur irgend möglich war. Er trug Sommerhoſen und Weſte, aber weder Rock noch Jacke, und die Hemdsärmel bis hoch über die Ellbogen aufgekrempelt, wobei er die ſehnigen mus⸗ kulöſen Arme auf dem Schenktiſch, etwas weit auseinander, aufgeſtemmt hatte, und mit vorgebeugtem Körper die Neuan⸗ gekommenen gerade ſo anſtarrte, als ob er ſich nur erſt einen von ihnen ausſuchen und dieſem dann augenblicklich auf den Hals ſpringen werde.
„Hallo Jimmy“ rief der Fremde in ziemlich vertraulichem Ton, als er zwei von den Männern, die verlegen an der Thür ſtehn blieben, hier eingeführt hatte—„wie gehts Mann, im⸗ mer noch friſch und munter?“
„Ja wohl Schentelmen“ ſagte Jimmy, drei friſche Glä⸗ ſer auf dem Tiſch umdrehend und die Frage etwa ſo beant⸗ wortend, als ob ſich der Mann erkundigt hätte ob er noch et⸗ was 9 trinken habe—„was Ihr Herz begehrt— was ſolls ſein?”“


