Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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Elend zurückrief in das gequälte Herz, das mächtig ausbrechende Gefüͤhl nicht mehr zurückdrängen konnte und das Antlitz an Hedwigs Schulter bergend, heftig weinte. Marie hatte ihren Arm unm ſie gelegt und ſuchte ſie emporzurichten und zu ſich

herüberzuziehen; ſie wehrte ihr leiſe, behielt aber ihre Hand die

ſie wie krampfhaft preßte, in der ihren. „Liebe, liebe Clara!“ 3 „Laß mich, mein liebes Kind— es wird d gleich beſſer ſein“ flüſterte die Frau—„nur eine Art von Weinkampf iſt's, der wohl mit meinem Unwohlſein zuſammenhängt. 8 „So will ich Deinen Mann rufen— es muß doch wohl— „Nein— nein! rief Clara aber raſch und fa „nicht— nein, es iſt aui nüihin⸗ ſeßze fte langſ

ſchon wieder beſſe Marie, ſo aängſtige Dich nicht gtin thalben 8

„Du ſollteſt doch einmal einen Arzt fragen liebes Herz“ ſagte aber auch jetzt Anna, die zu ihr getreten war und ihren Arm leiſe berührte„Du ſiehſt ſeit einigen Tagen bleich und krank— recht krank aus, Clara, viel kränker wie Du es viel⸗ leicht ſelber denkſt, und darfſt nicht zu feſt auf Deine, ſonſt ſo kräftige Natur trotzen. Auch das Plötzliche Deines Zuſtandes hat etwas beunruhigendes, das nicht vernachläſſigt werden darf.“

„Was kann ihr der Doctor helfen“ flüſterte aber Marie, von dem, unfern von ihnen ausgeſtreckt liegenden Stiefſohn Aesculaps nicht gehört zu werden—„der ließe ſie höchſtens zur Ader und erzählte uns bei Tiſch wieder ein paar blutige

Geſchichten.“

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