Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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großes Schiff führte, und drei kleinere noch hinten an langen Leinen im Schlepptau hatte. Auch kleine Küſtenfahrzeuge ſe⸗ gelten und ruderten auf dem Strom, manche von ihnen mit farbigen Leuten bemannt, ihre kleinen Fahrzeuge bunt bemalt, und herüber und hinüber kreuzend gegen die ſtarke Strömung des„Vaters der Waſſer“*).

Aber die Sonne neigte ſich ihrem Untergang, und was Manchem von ihnen ſchon auf der See aufgefallen war, die kurze Dämmerung, machte ſich hier, wo ſie das ſchattige Laub der hohen Bäume an ihrer Seite hatten, nur noch mehr be⸗ merkbar. Kaum war das Taggeſtirn hinter dem dunkeln Wald⸗ ſtreifen, der das jenſeitige ziemlich ferne Ufer deckte, verſchwun⸗ den, als die Nacht mit einer Schnelle anbrach, von der ſie bis jetzt wirklich keine Ahnung gehabt. Sie hielten dabei dem lin⸗ ken Ufer des Stromes zu, dort Holz für den Dampfer, deſſen Kohlen auf die Neige gingen, einzunehmen, und die Paſſagiere freuten ſich ſchon das Ufer betreten und die wunderliche Vege⸗ tation des neuen Landes beſchauen zu dürfen, deſſen rieſige Bäume hier alle mit wehendem ſilbergrauen Moos bis hinab auf den Grund behangen ſchienen; doch hatten ſie daſſelbe noch lange nicht erreicht, als es ſchon unter den Bäumen dunkelte und das Licht der einzelnen dort wie verſteckten Hütte, ſeinen toth⸗ glühenden Schein herüberſchickte.

Das Einnehmen von Holz zeigte mit den tiefgehenden

*) Der Miſſiſſippi heißt in der bilderrrichen Sprache der Indianer der„Vater der Waſſer.“

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