Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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berechtigung des einen Standes ſelbſt der höchſten Ariſtokratie gegenüber, hat doch auch wieder, wie ſich nicht leugnen läßt, etwas ſehr Angenehmes und Verlockendes, darf aber natürlich, wie Sie gewiß auch der Meinung ſind, unter keinen Umſtän⸗ den gemisbraucht werden.

Allerdings ſagte Henkel, der es jetzt aufgegeben hatte irgend etwas Selbſtſtändiges zu äußern, und den Mann eben ausreden ließ.

Das ſteht alſo auch feſt ſagte Steinert, mit einer ver⸗ bindlichen Verbeugung für die Anerkennung,daß eben unſer Stand, der, uns die freie Bewegung nach allen Seiten läßt, einer der angenehmſten im ganzen weiten Reiche ſein müßte, und man, wenn man nicht gerade mit zu großen Erwartungen hinüber geht, ja eigentlich eher auf einzelne kleine Enttäu⸗ ſchungen gefaßt iſt, eines ziemlich ſicheren Erfolges, natürlich den einzelnen Fähigkeiten entſprechend, auch gewiß ſein könne, nicht wahr? Ich verſichere Sie, Herr Henkel, daß es mir eine große Beruhigung gewährt, dieſe Anſicht auch von Ihnen, der das Land doch durch und durch kennt, vertreten zu ſehn, und ich bin Ihnen in der That ungemein verpflichtet, verehrter Herr, für Ihre gütige Bereitwilligkeit, mir darin Auskunft zu geben.

Wenn Ihnen das Wenige genügt ſagte Henkel, der trotz ſeiner ſonſt ernſten Stimmung doch ein Lächeln nicht ver⸗ bergen konnte, indem er ſich von der Railing, an der er gelehnt, aufrichtete.

Oh bitte rief aber Steinert,guter Rath kommt oft