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paſſagiere wie auf einer Gallerie, auf dem Quarterdeck dem Genuß zu folgen. Henkels junge Frau war aber nicht an Deck erſchienen, und Henkel bat ſie zu entſchuldigen, da die Muſik ihr Uebel eher verſchlimmern könne.
Er hatte ſie übrigens noch gar nicht wieder geſprochen; wie aber die Cajütspaſſagiere oben verſammelt waren, und ſelbſt der Steward und Cajütsjunge dem Drang nicht wider⸗ ſtehen konnten, die„neue Muſik“ zu höͤren, verließ er unbeach⸗ tet ſeine Mitpaſſagiere, und ſtieg mit langſamen aber feſten Schritten die Treppe hinab in die Cajüte. Einen Moment zwar zögerte er, als er die Klinke berührte die ſeinen eigenen Raum erſchloß, aber es war auch nur ein Moment, und mit feſter Hand öffnete er die Thür, die er wieder hinter ſich in's Schloß drückte.
Die junge Frau hatte ihr Lager verlaſſen und ſaß, das Taſchentuch feſt gegen die Augen gepreßt, den linken Ellbogen auf den kleinen Tiſch geſtützt, regungslos da. Sie mußte auch den eintretenden Gatten gehört haben, denn ihr ganzer Körper zitterte vor innerer Aufregung, aber ſie bewegte ſich nicht und blickte nicht empor.
„Clara!“ ſagte Henkel mit leiſer, doch feſter Stimme— „was haſt Du nur?— was iſt Dir?— ich glaube wahr⸗ haftig, Du haſt Dir in toller Einbildungskraft irgend eine fire Idee, mag ſie noch ſo abſurd und wahnſinnig ſein, in den Kopf geſetzt.“ 7 Die Frau antwortete nicht, aber das Zittern ihres Kör⸗


