Teil eines Werkes 
2. Bd. (1855)
Entstehung
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Der Matroſe oder Kahnführer glitt mit ſeinen Augen langſam vom dritten bis zum zweiten und von da bis zum erſten Stock und dann quer über die Hausthür weg nach dem Fremden nieder, der ihn angeredet hatte und öffnete dann den Mund— aber blos um ein neues Priemchen Taback hinein⸗ zuſtecken, wonach er, ohne auch nur eine Sylbe zu erwiedern, ſeinen Spatziergang an Deck in der alten Weiſe und Ruhe fortſetzte. Steinert übrigens, der ſich jetzt ernſtlich an zu är⸗ gern fing, war nicht geſonnen ſich ſo leicht abfertigen zu laſſen, und bis an den Waſſerrand hinangehend, bis wohin eine ſchmale Planke vom Bord des niederen Fahrzeuges aus reichte, ſchritt er dieſe hinan und ſtieg keck an Deck des„fremden Schiffes“ wie die Uebrigen meinten.

„Guten Morgen“ ſagte er hier vor allen Dingen, als er ſich auf dem fremden Boden fand, und doch fühlte daß er mit Höflichkeit bei dem ſonderbaren, einſylbigen Mann weiter kommen würde, als mit Grobheiten.

„Morgen“ ſagte der Schiffer übrigens, ohne, gerade wie vorher, weitere Notiz von ihm zu nehmen.

„Sagen Sie einmal Freund“ nahm aber hier Steinert wieder das Wort, und ſuchte ſich dem Mann auf ſeinem Spatziergang entgegenzuſtellen—„wie iſt denn das eigentlich, wollen Sie heute hier liegen bleiben?“

„Nee!“ ſagte der Schiffer.

„Und wann fahren Sie ab?“

„Sobald wie laden hebben“ lautete die Antwort. Steinert, der nur einen unbeſtimmten Begriff von Platt⸗