Teil eines Werkes 
2. Bd. (1855)
Entstehung
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28 denken können, eine Zeit in der ſie Nichts zu thun haben— Nichts wenigſtens für an dere Leute, wenn auch eigentlich genug für ſich ſelbſt. Wie eine Reihe von Sonntagen, jeder immer länger werdend als der Vorgänger, ſchleichen die Stun⸗ den an ihnen hin und bieten erſt wieder Stoff zu Gedanken und Betrachtungen draußen in See.

Die Eajutspaſſagiere, wie ſolche der Zwiſchendeckspaſſa⸗ giere, die noch über einiges Weld zu verfügen hatten, wohn⸗ ten indeſſen in den beſſeren Faſthöfen Bremens, und benutzten zum Hinausfahren nach ihrem Beſtimmungsort, wo das Schiff vor Anker lag auf dem ſie ihre Ueberfahrt bedungen, eines der kleinen Dampfboote, die täglich zweimal in wenigen Stunden nach Bremerhafen hinausfahren, und überall an den Zwiſchenſtationen anlegen; die meiſten der Zwiſchendeckspaſſa⸗ giere aber, und beſonders ſolche, die von den Rhedern auf einen gewiſſen Tag angenommen waren, von dem aus ſie be⸗ köſtigt werden mußten, waren ſchon an Bord gegangen,*) ihr Geld nicht weiter in der theueren Stadt zu verzehren. Die jedoch, die ſich noch in der Stadt befanden und auf freie Paſ⸗ ſage nach Bord zu mit ihrem Gepäck, Anſpruch machten, da ſie ſich das gleich in ihrem, mit früheren Agenten abgeſchloſſenem Schiffscontrakt feſtgeſtellt hatten, waren am 20ſten Morgens um ſechs Uhr an die Ausmündung einer beſtimmten Straße, unten an die Weſer beſtellt, wo der Kahn Nr. 67— Kahn⸗

*) Das in neuerer Zeit in Bremerhafen errichtete Auswande rungshaus criſtirte damals noch nicht