Teil eines Werkes 
2. Bd. (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

26

viel vergaßen ſie noch, was ſie nachher gern auf dem Schiff fang

5 mit dem Doppelten bezahlt hätten, wo es freilich nicht mehr auf zu bekommen war, und wie viel auch wurde überflüſſig als tege

geglaubtes Bedürfniß mitgeſchleppt, nachher eine Weile unbe⸗ All

V nutzt im Weg herumzufahren und zu verderben, und dann über gege Bord geworfen zu werden. ang

Wer aber kann es den Leuten verdenken, daß ſie nicht gleich wiſſen und verſtehn, ſich auf eine ſo lange mühſelige und mit Entbehrungen und Gefahren verknüpfte Reiſe in we⸗

noch nigen Tagen, oft faſt nur Stunden ordentlich und vollſtändig Her vorzubereiten? Meiſt aus dem inneren Land, mit der See Er 1 V kaum dem Namen nach bekannt, ſchwimmt ihnen Alles was ſie dad vielleicht über eine erſte Einſchiffung geleſen, nur wie in wirren ll Bildern im Hirn herum, die ſie dann nicht faſſen und halten und können, ſobald ſie das zum erſten Mal jetzt praktiſch ausführen tin ſollen, was ſie ſich Monate vorher vielleicht ſchon einſtudirt. i Der Deutſche iſt überhaupt, wo es ins praktiſche Leben in eingreift, das ungeſchickteſte Menſchenkind auf der weiten Got⸗ tes Welt. Viel thut freilich dabei die Erziehung, und gegän⸗ der gelt und am Leitſeil geführt nicht allein bis ins Schwaben in alter, ſondern oft auch bis ins Grab, wird ein ſo vortreff⸗ g licher Staatsbürger aus ihm(den alle anderen, fremden Re⸗ gierungen nicht genug zu rühmen wiſſen) daß er eben zu Nichts ki weiter zu brauchen iſt, und eben nur ſo verbraucht werden i muß. Reißt er ſich aber einmal los aus den alten Verhält⸗ ſ niſſen, läßt er die Leute die bis dahin ſo aufmerkſam und vä⸗ d

terlich für ihn geſorgt zurück, dann macht er auch im An⸗