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„Kann ich Jemand bekommen der mich dorthin begleitet?“ frug der Profeſſor.
„Es iſt zehn Uhr vorbei“ ſagte der zweite Kellner, achſel⸗ zuckend.
„Ich muß Jemanden aus dem Geſchäft noch dieſen Abend ſprechen“ beharrte aber der Profeſſor in der einmal ge⸗ faßten Furcht, daß er die Abfahrt des Schiffs verſäume,„können Sie mir Jemand von hier mitgeben, ſo mögen meine Damen ſo lange in das Gaſtzimmer gehn und ſich ein wenig reſtau⸗ riren. Iſt es dann nöthig, ſo nehmen wir nachher Erxtrapoſt und fahren nach Bremer Hafen hinaus.“
Die Damen waren indeß ausgeſtiegen, und die verſchie⸗ denen Collis in dem Gaſtzimmer, an deſſen Abendtafel es ziemlich lebhaft herging, neben dem Ofen aufgethürmt worden zu augenblicklicher Weiterbeförderung, falls dieſe nöthig wer⸗ den ſollte, bereit zu ſein. Der Profeſſor Lobenſtein aber ging raſchen Schrittes, mit dem einſylbigen Hausknecht als Führer, die Straßen entlang, dem bezeichneten Stadtviertel zu, bis Jahn, wie der Hausknecht hieß, vor einem ſehr eleganten Hauſe Halt machte und dort auch, ohne weiter ein Wort zu ſagen, mit ſolcher Gewalt an dem Meſſinggriff der Klingel riß, daß das ganze Haus von dem ſo rläzlich geweckten Ge⸗ läute wiederſchallte.
„Aber um Gottes Willen“ rief der etwas rückſichtsvolle Fremde erſchreckt.
„Dat ſollen ſe woll'hört hebben“ meinte aber Jahn ruhig und ſchob ſeine Hände, wie vollſtändig mit ſich zufrieden in
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