der Stube ſtand.
„Albertine,“ ſagte ſie dann zu der Aelteſten, und wandte ſich von der düſter brennenden Oellampe, die Steffen auf den Ofen geſtellt hatte, ab, daß die Tochter ihr nicht in die jetzt wirklich todtenbleichen Züge ſchauen ſollte—„ich gehe mit dem Vater heute Abend eine Weile fort— den Karl bring ich erſt noch zu Bett— ſollten wir morgen früh nicht bei Zeiten da ſein, ſo— ſo zieh die Kinder an und gieb ihnen zu eſſen — der Brodſchrank iſt offen, und Milch ſteht unter der Diele in der Schüſſel— Du paßt mir auf daß den Kleinen Nichts paſſirt— Du— Du biſt ja ſchon ein großes Mädchen.“
„Und geht mir nicht vor die Thür morgen, bis wir nicht wieder da ſind,“ ſagte Steffen,„wie ich heut Abend drunten gehört habe, iſt hier ein toller Hund herumgelaufen. Das Beſte wird ſein Ihr haltet die Hausthür zu, daß er nicht etwa gar herein kommt.“
Die Frau hatte dabei das etwa dreijährige Mädchen das indeß gar ſchläfrig geworden war, ausgezogen und in ſein Bettchen gelegt— und der Junge, Carl, ſaß auf der Bank am Fenſter, noch auf ſein Abendbrod wartend. Aber er ſah auch erſtaunt dabei die Eltern an, die noch nie ſo ſpät Abends fortgegangen waren, und auch wohl noch nie, oder doch nur ſelten gar ſo freundlich mit ihnen geſprochen hatten.
„Was für ein Hund iſt es, Vater?“ frug er jetzt, da der
und legte es in ſein Bettchen— einen Kaſten, der in der Ecke
Gedanke an den tollgewordenen Hund ihn beſonders intereſſiren


