Nacht Georg— weck uns nicht zu ſpät morgen früh, daß wir Dir auch noch können glückliche Reiſe wünſchen.“
Georg küßte ſie herzlich und bat ſie brav und gut zu ſein, und Vater und Mutter Freude— viel Freude zu machen, denn er ſelber ginge nun fort, und die Eltern würden deshalb recht traurig ſein.
„Gute Nacht Georg,“ ſagte der Vater, als die Kinder zu Bett gegangen waren, und Alle, außer ihm, das Zimmer ver⸗ laſſen hatten,„habe keine Angſt daß Du die Poſt morgen ver⸗ ſchläfſt, ich wache ſchon auf zur rechten Zeit— gute Nacht mein Sohn. Komm komm, fange nicht ſelber wieder an, und mach' mir das Herz nicht ſchwer vor der Zeit— aber Georg, um Gottes Willen was iſt Dir?— ſei ein Mann— Nun ja— ſo lange die Frauen da waren hat es mir auch das Herz faſt abgedrückt— man darf es ſie ja nicht ſo merken laſſen, ſonſt zerfließen ſie ganz—“
„Mein lieber— lieber Vater,“ ſchluchzte Georg an ſei⸗ nem Halſe.“
„Mein guter, guter Sohn!“ flüſterte der Paſtor, des Kindes Stirne küſſend, und jetzt ſelber im Innerſten er⸗ griffen und bewegt—„bleibe brav— bleibe ſo brav wie Du biſt— ich kann Dir nichts Beſſeres wünſchen— trage Gott im Herzen und Dich ſelbſt, und— Deiner alten Eltern Bild, deren Segen Dir folgt auf allen Deinen Wegen.“
„Mein Vater!“
„So mein Sohn— jetzt gute Nacht und bete zu Deinem


