Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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weſenheit dort, dringend nothwendig geworden. Zwei Wechſel trafen zugleich für ihn ein, wie ziemlich ſtarke Aufträge zu An⸗ käufen in Tuchen und Seidenwaaren von ſeinem Haus, wel⸗ ches Geſchäft er mit Herrn Dollinger in Gemeinſchaft auszu⸗ führen gedachte.

Der alte Herr Dollinger, ſo ſchwer es ihm auch wurde, und ſo lange er ſich dagegen geſträubt, mußte da wohl endlich ſeine Einwilligung zu der Verbindung Clara's mit dem jungen Amerikaniſchen Kaufmann, über deſſen Familie und Geſchäft in New⸗Orleans er von einem dortigen Geſchäftsfreund das Beſte erfahren hatte, geben. Nur wunderte man ſich dort, daß der junge Henkel in Nord⸗Deutſchland ſei, während man ihn auf einer größern Tour durch Italien und Griechenland ver⸗ muthet. Die Leute dort konnten nicht wiſſen daß der junge Mann auf dem Rhein andere Pläne für ſeine Zukunft geſchaf⸗ fen, als er ſie früher vielleicht ausgeſonnen.

Am letzten Sonntag war alſo, ganz in der Stille, die Trauung vollzogen und Clara, das liebe holde Mädchen, die Frau des jungen reichen Amerikaners wie man ihn überall in der Stadt nannte, geworden. Jetzt galt es nun freilich noch, in der kurzen Zeit all die nöthigen und ſo mannichfachen Vor⸗ bereitungen zu einer Reiſe nach Amerika für die junge Frau zu treffen. Es ſollte aber wirklich auch nicht viel mehr als eine Reiſe werden, denn Henkel hatte ſich ſchon ſelber feſt er⸗ klärt, ſeinen künftigen Wohnſitz keineswegs in Amerika, ſon⸗ dern in Havre nehmen zu wollen, wo überdies, der bedeuten⸗ den Geſchäftsverbindung wegen mit dieſem Hafen, ein Aſſocie