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ſehen; ſeine Schuld iſt's nicht daß er zwei Stellen auf einmal im Auge behalten muß.“
„Laßt mir den armen Teufel zufrieden“ ſagte aber auch Herr Dollinger—„der iſt mir nützlicher wie zwei von meinen anderen Leuten; mehr zum Nutzen wie Staat freilich, aber Staat will er auch nicht machen. Jetzt übrigens Kinder wird es Zeit daß wir uns rüſten, und Henkel, Sie müſſen noch Ihr Pferd holen laſſen.“
„Ich habe es ſchon, in der Vorausſetzung daß wir bei dem ſchönen Wetter doch wohl eine kleine Parthie machen würden, hierher beſtellt,“ erwiederte raſch der junge Mann— wünſchen Sie den Wagen jetzt?“
„Ich glaube ja, je eher, deſto beſſer; die Tage ſind kurz und wenn wir noch eine Stunde oder zwei fahren wollen, dür⸗ fen wir nicht mehr viel länger warten.“
„Aber Ihr Mädchen möchtet Euch ein wenig warm ein⸗ packen“ ſagte jetzt die Mutter, alles Andere in dem Gedanken an ihre Toilette vergeſſend—„zum ſtill im Wagen Sitzen paßt ein Sommerkleid noch nicht und heute Abend wird es
kühl werden.“
„Und nicht ſo lange machen,“ mahnte der Vater, der ſich ſein Glas noch einmal voll ſchenkte und leerte;„der Wagen wird im Augenblick da ſein.“
Der Wagen fuhr auch wirklich kaum zehn Minuten ſpäter vor, Herr Dollinger, der nun ſeinen Hut und Stock aufge⸗ nommen, ging, ſeine Handſchuh anziehend, im Hofe auf und


