Teil eines Werkes 
7 (1843)
Entstehung
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Die Nachtwolken jagte der Herbſtſturm, wie ein ge⸗ krümmtes Türkenſchwert blinkte der ſchmale Mondrand am Weſthimmel, bald im zuckenden Licht, bald hinter Schleiern des grauen Gewölks. Auf dem kleinen See ſchwamm das gelbe Laub des Wäldchens, und jenſeits ſchaute über Waſſer und Gewölk ſtill von der grünen Höhe das weiße Schloß herab, hoch in ihm das einzelne erleuchtete Fenſter, wo das ſchönſte Weib des Landes am Bett des kleinen Lieblings ſaß, und um verronnene Freuden weinte.

Zwei große dunkle Geſtalten ſtießen dieſſeits des Sees im Gebüſch, das einen kleinen Meierhof umgab, wie feindſelig auf einander.

Was ſucht der irrende Ritter? fragte die eine im

barſchen Tone.

Bruder Rittersmann auf der Wallfahrt! entgegnete ſpottend die andere, und ließ den Mantel fallen vom Antlitze.

Laßt nur verhüllt das Geſicht, Oberſt! fuhr die erſte fort. Ich kannte Euch längſt und Eurer Wünſche Land.

Wir ſprengen in einer Bahn zum holden Ziele! ſprach der Oberſt. Keiner ſtöre den Andern. Oder ſoll dieſes Geſträuch, dieſen Raſen noch einmal Blut beflecken, Mord entweihen um ſie, deren Herz ſo mild, ſo menſchlich