Teil eines Werkes 
7 (1843)
Entstehung
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Entlaſſet uns, Herr Herzog, denn unſere Vollmacht iſt zu Ende. Euer Volk in unſere Kammern betten, hieße die Macht der Sächſiſchen muthwillig auf unſere Köpfe locken. Was uns anvertrauet, haben wir überbracht. Wünſcht Ihr weitere Handlung, ſo ſendet einen Eurer Vertrauten zu den Conſuln, oder wollet Euch ſelbſt her⸗ abbemühen, das Werk zu kürzen. Nochmals, Gnaden, entlaſſet uns, denn unſer Mund hat nichts mehr zu antworten.—

Da ſei Gott vor, entgegnte Magnus mit Feuer, daß ich ſolche achtbare Männer ohne Imbiß und Mahl gegen alle Ritterſitte entlaſſen ſollte.— Er ſtieß die Fenſter⸗ flügel auf und rief mit ſeiner weithallenden Commando⸗ ſtimme hinab: Burgwart, ſtecke die rothe Fahne auf am Thurm gegen Hannover hinaus! Schütte Deinen vollen Steinkorb hinab auf die Köpfe der blauen Schurken, die dort am Geländer der Zugbrücke lehnen und gähnend die faulen Mäuler aufſperren! Werfet einige Reiſige auf die Pferde, Vogt, und peitſchet die Bärenhäuter bis in ihr Reſt hinein!—

Das klirrende Fenſter wiederum zuſchlagend, wandte er ſein glühendes Antlitz dann wieder in das Zimmer zurück, und ſeine Sturmrede fiel die Abgeordneten an.—

Ihr aber, ſagte er, bleibt meine Gäſte auf Schloß Leuenrode von heute an, bis eure Conſuln ſelbſt kom⸗ men, euch auszulöſen. Wir wollen euren Karnevalskö⸗ nigen, die ſich dünken, uns gleich zu ſein, zeigen, daß es uns Ernſt iſt. Wollten die Bedächtigen und Super⸗ klugen, der Herr Türk und Luzzeke, dieſe gute Feſte zur Geißel für unſere Treue beſitzen, wollen wir Vorhand halten und euch behalten als Bürgen für den Gehorſam eurer Stadt. Ein Zeichen des Abfalls, der Feindſeligkeit