Teil eines Werkes 
6 (1843)
Entstehung
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land und meiner Ahnherrn Geſchlecht hatte der blühenden Zweige nicht weniger als der Stamm der Abenceraden ihre reichen Beſitzungen umkränzten nicht allein die Ufer des Guadalquivir, ſondern ſie reichten hinüber in das benachbarte Reich und wurden von der ſanften Guadiang beſpült; ja noch mehr, auch jenſeits des Oceans in den ſpaniſchen Kolonien herrſchte der Name de Calca. Die er⸗ ſten Häuſer Spaniens, und ſeit des großen Königs Philippo ſiegbekrönter Zeit auch die berühmteſten Ritter am Tejo nannten wir Vettern. Aber der Wandel regiert die Welt in Norden und Süden; wir Beiden, Baron, könnten davon ein Lied ſingen, das dem Ohre nicht beſonders melodiſch klänge. Die Grenzen der Calcas wurden mit jedem Jahrhunderte enger, doch blieben ſie groß genug für den beſcheidenen Cavallero, und genügten dem Vater mit dem Sohne, der als der Letzte ſeines Stammes den langen Ritterzug zu beſchließen geboren worden. Krieg wurde die Looſung auf Erden, ſeit der neue Roland von Corſika hergeſchwommen, ſich in ſeinem Panzer geſchüt⸗ telt und auf ſeinen Schild geſchlagen, daß der Mosko⸗ witer und der Nubier aus dem Schlafe fuhr. Auch mir gab der Vater den Degen in die junge Fauſt, und als der Corſikaner alle Völker in einen Schmelztigel warf, um jede Nationaltät zu verwiſchen, damit nur Eine, dazu die ſchwankenſte und pfauenſchweifigſte, bliebe, die des⸗ jenigen Volks, an deſſen Spitze er ſich geſtellt, da ward auch ich mit des wackern Romanas kleinen Heerhaufen

nach dem Norden geworfen und ſah das deutſche Land,

bis engliſche Schiffe die Entführten von den däniſchen Küſten in das Vaterland zurück brachten, und wir die Scharte am Schwerte auswetzen konnten mit verdoppelter Kriegswuth gegen den Weltenfeind. Das, Baron, war

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