Teil eines Werkes 
6 (1843)
Entstehung
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darauf wie auf das Chriſtfeſt. In ihrer Schenke wurde freilich in den letzten zehn Jahren Manchem von ihnen auf Antrag und Befehl der Barone, Haus und Bett und Kuh unter den Hammer gebracht; aber daß jetzt das böſe Wort: Und Niemand beſſer? über das Schieferdach des Herrenhauſes kommen ſoll, das iſt ein nie geſehenes Spektakel, iſt ihnen wie verkehrte Welt, wo der Eſel den Müller reitet, wie Feuersbrunſt am Kirchthumsknopf, und darum neugierig erwartet.

Und wo blieb die Familie des Edelmanns?

Der alte Herr und der Junker wohnen im Berg⸗ meiſterhauſe an der Ruine, das ihnen die Gläubiger vorerſt eingeräumt. Das Frauenzimmer ſprang auf und ſchauerte wie im Fieber. Man ſpricht, es würde nicht gar viel übrig bleiben, wenn die ſchwarzen Raben ſich in den Reſt getheilt, und ſollte Seiner Gnaden der Herr Baron von der Gnade ſeiner Gläubiger ſich den Tiſch decken laſſen müſſen, ſo würde ihnen ſolches hart ankommen, denn ſie haben ihr lebelang eben nicht viel auf die Gnade gehalten.

Fraget, ob Junker Arnold bei dem Vater? ſtieß die Frau heftig heraus. Doch der Wirth war im Zuge und bedurfte der Frage nicht; der geöffnete Hahn ſeines Faſ⸗ ſes ſtrömte ungefordert, und er ſchenkte gern und gratis in dieſem Falle.

Arnold? fragte er, da der Name zwiſchen den frem⸗ den Tönen ſein Ohr getroffen. Nicht, der Herr Lieut⸗ nant? den möchten Ihro Excellenz vergebens in der Uniform ſuchen. Es gehen ſeltſame Geſchichten unter den Leuten umher, die man ſich nur heimlich zuflüſtert, weil dem Erzähler die eigenen Worte Grauen und Furcht durch den Leib jagen. Der älteſte Junker kam