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ſen, und zwar zu einem Orte, der Ihnen weniger an⸗ genehm ſein möchte.—
Nimmermehr! rief Placida und ſtreckte die Hand
1 gegen den Furchtbaren aus. Schnell drückte der Baron
eine Geldrolle in dieſelbe, und die Finger der Betäub⸗ ten, faſt Sinnverwirrten, ſchloſſen ſich um dieſe. Sie ſchwankte auf den Füßen, wie Todesnebel ſank es ihr auf Stirn und Augen.
Weiß Philipp darum? fragte ſie ſchwindelnd.—
Er kennt unſern Willen, er ahnet unſere Entſchlüſſe. Weiß er doch, daß unwiderruflich entweder die Fremde allein und freiwillig Sparneck verlaſſen muß, oder er und Weib und Kind zuſammen in die Welt zu wandern hat! entgegnete der Baron nach kurzem Zögern.—
So wird mir doch ein Abſchied von dem Gatten,
. ein Abſchied von meinem lieben Knaben vergönnt ſein?
fragte Placida angſtvoll, doch ihre Beſonnenheit langſam wieder gewinnend.—
Beide ſind nicht im Schloſſe. Der Herr von Noth⸗ haft beredete ſie zu einer Fahrt nach ſeinem Edelhofe; darauf mein Ehrenwort! Nun, Madame, fügen Sie ſich dem Unabänderlichen, ſind Sie bereit? Der Wagen iſt zur Hand; Mantel und nöthige Kleidung werden Sie darin finden. Sie ſchwören mir, und mein Arm geleitet
1 Sie anſtändig an den Schlag. Anderſeits wird mein Ruf die nöthigen Helfer herbeilocken, und Sie zogen vann ſelbſt das ſchwärzere Loos.—
Einige Augenblicke noch ſtand Placida unentſchloſſen3 in ihrer Phantaſie jagten mancherlei grauſe Bilder vor⸗ über, die ſie aus Erzählungen ihrer Mutter vom Vater⸗ lande kannte; Kloſter, Kerker, Meuchelmord folgten ſich⸗ wie ſchwarze, zerriſſene Wetterwolken in wechſelnden,


