Teil eines Werkes 
6 (1843)
Entstehung
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unwillkommenen Zugang zur Stadt öffnete. Schon am folgenden Mittag ſchien der Raum zum Sturm geeignet⸗ und triegsmuthit ſtürzten die Krainer Fußknechte durch den trocknen Graben über die Trümmer hinauf der Mauerſchlucht zu, die ihre Karthaunen ihnen geöffnet hatten.

Sieh da! rief der Feldherr, dem die Freude aus den Augen leuchtete, indem er vom Hügel ihren Bewegun⸗ gen nachſah, iſt das da vorn nicht der Landenberger? Habe ich mich geirrt in Dir, braver Scipio? Sieh nur, Michael, wandte er ſich zu dem Sohne, ſchon ſteht er oben, ſchon beiritt er die Breſche; Alle ſtürzen ihm nach, und achten die Steinwürfe nicht, nicht die langen Speere der Martelloſen. Bravo! Da ſind ſie an den ſpaniſchen

Reitern, welche Mahomet in der Nacht hinter die Bre⸗ 3

ſche geſtellt. Sie haben ſie überſtiegen. Auf, rührt alle Trommeln; das ganze Fußvolk ſoll den Tapfern nach! Flüchtig ihr Herren Adjutanten! Die Noth hat ein Endez Katzianers altes Glück ziehet vor den Seinen her, und Eſſegg iſt über!—

Die Trommeln raſſelten durch die ganze Fronte; aber zu frühzeitig hatte der ſtolze Feldherr triumphirt. Ein furchtbares Krachen erſcholl plötzlich von der be⸗ ſtürmten Stelle her. Die Türken hatten ſich hinter eine verdeckte Geſchützreihe geflüchtet; dieſe, auf einmal los⸗

gebrannt, warf mit Kettenkugeln die kühnen Stürmer

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nieder, und zerriß ihre Gliedmaßen auf das Schreck⸗

lichſte. Bald ſah man einzelne Schützen in Todesangſt zurückklettern über die ſpaniſchen Reiter, mehr und mehr

folgten; die neu anrückenden Compagnien wurden durch

ſie von der Breſche weggedrängt und in ihrer Flucht zu⸗

rückgeriſſen. Unter den Letzten ſah man auch den Junker