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Wiederum näherten ſich jetzt vom Lager her zwei Männer, und als die Offiziere ſie im Mondlicht erkann⸗ ten, ſtellten ſie ſich gerichtet auf, und begrüßten ſie re⸗ ſpektvoll. Der Erſte war der Graf Ludwig von Ladron, 5 der General der italiſchen Hakenſchützen, eine trockene, lange Geſtalt, Stolz im tiefliegenden Auge, der gewölb⸗ ten, kahlen Stirn und der Römernaſe, als Hauptzug ſeines charaktervollen Geſichts, bloßtragend für den erſten Anblick. Die reiche römiſche Kleidung von gelbem Sam⸗ met, der blutroth ſcheinende Federwald auf dem breitge⸗ randeten Biberhute zeigte den Mann von hohem Range und höherm Dünkel. Neugierig trat er herzu, und als er bei dem Lichte der Kienfackel den jungen Katzenſteiner erkannte, zogen ſich ſeine ſchwarzen Augbraunen dicht zuſammen. Was ſehe ich, Herr Oberſt? ſprach er mit tiefer Stimme. Den wichtigſten Auftrag gab dem jungen Blut der hohe Herr Vater, und Ihr ſäumet, den Rapport zu bringen, auf den ein halbes Hundert gedienter Offiziere
„ in höchſter Spannung wartet? Habt Ihr auch ſchon ein
Theilchen gewonnen vom Uebermuthe des General⸗Ober⸗ ſten, daß Ihr koſet mit den Freunden in beleidigender Nachläſſigkeit? Haltet auch Ihr die Kriegesgefährten nur für ſchlechte Monde, die den Glanzplaneten gehorſam und dienend umwandeln müſſen, die nur als Folie glän⸗ zen für Euern erträumten Sonnenglanz?—
Ich bin verwundet, verehrter Graf, wenn auch nur
durch einen Streifſchuß, doch derb verblutet und erſchöpft, antwortete mit Tönen der Liebe und Ehffurcht der junge 3
Katzenſteiner. Schon ſteht der Wakiſch Paul im Zelte des Feldherrn, und ſtattet den Bericht ab über den ge⸗ lungenen Nachtzug. Wie möget Ihr zürnen, daß mir


