Teil eines Werkes 
6 (1843)
Entstehung
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wette, dann wird das öffentliche Lob den Scheltſpruch dreifach gut machen. Wären nur die ſchwarzen Panzer⸗ reiter erſt wieder hinter dem Wachtfeuer!

Und ihr Oberſt, Dein Michael! fiel der Landenberger ein. Nun weiß ich, warum Du in die Nacht hinaus⸗ blickteſt, wie ein ſehnſüchtiges Mädchen. Aber der Mi⸗ chael iſt auch ein Anderer als der Vater. Alle ſeine Tugenden hat er geerbt, doch die Flecken ihm gelaſſen. Der Alte iſt ein Kind des Krieges, voll wüſter, unbe⸗ zähmter Leidenſchaften, rauh, hart und grauſam. Jäh flammt ſein zerſtörender Zorn auf, und unverſöhnlich iſt ſein Haß. Der Sohn iſt wie vom Mars und Venus erzeugt, mild, menſchlich, treu und wahr, ein Adonis im Eiſenkleide. An jenen baue ich kein Hüttendach; denn fürchten müßte ich den Vulkan in jedem Schlummer; an dieſen lehnte ich gern mein liebes Haus; denn Schutz und Mitgefühl wäre mir ſicher.

Und dieſer kehret vielleicht nicht mehr, iſt geweſen, und Du hältſt ihm den Leichenſermon ſo eben! ſeufzte Steinbrunn, indem er mit Wärme des pvetiſchen Jun⸗ kers Hand drückte.

Da rief wiederum die Schildwacht ihr: Wer dal und zugleich ſchallte der Schlag vieler Hufe aus dem Thale her. Vivat Ferdinandus! Georgius sanctus cum nobis! tönte mit ungariſchem Accente das Feldgeſchrei herauf, und eine dunkle Reitermaſſe trabte gegen den lehnanſteigenden Hügel; frohſinnig traten ihnen die Haupt⸗ leute entgegen.

Voran den Reitern ritt der kühne Wakiſch Paul, ein kurzgedrungener, derb gebauter Mann, in ungariſcher, mit goldenen Schnüren beſetzter Tracht; das wirre Kraus⸗ haar deckte die ſchwarze Spitzenmütze, auf der ein breiter