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habe genug für euch. Dieſer Ort iſt der rechte, dieſe Zeit die rechte, um euch völlig mit mir zu einigen. Höret denn zu, und lernet den Mann kennen, mit dem euch euer Schickſal zuſammenwarf, und der vor euch nicht beſſer und ſchlechter erſcheinen mag, als er wirk⸗ lich iſt.
Es iſt nicht lange, da wohnten im Dörfchen dort unten zwei Familien, nicht ohne Wohlhabenheit, doch ohne Ueberfluß, aber fleißig, zufrieden und deßhalb glück⸗ lich. An einer böſen Krankheit, die dazumal peſtartig im Lande wüthete, ſtarben in beiden Familien die Alten und manches junge Geſproß; in jeder blieb ein Bruder und eine Schweſter übrig, und durch gleiches Unglück, gleiche Sorgen, wie durch Nachbarſchaft verknüpft, ſchloſ⸗ ſen die vier jungen Wirthe enge Freundſchaft und halfen ſich im Leben treu und redlich. Die beiden Paare waren: Hennig und Marie Horn, und Stiene Werner und ich, der Wolf Werner. Wir wechſelten Zunei⸗ gung und Eheverſpruch, und ſobald wir in der Wirth⸗ ſchaft, die durch der Eltern Krankheit in Unordnung ge⸗ rathen, weiter gekommen, ſollte eine Doppelhochzeit uns noch näher verbinden. Da wohnte aber auch im Dorfe ein Edelmann, der wußte nicht, was Arbeit iſt, und kannte den Fleiß nicht als Gegengift gegen Teufelsver⸗ lockungen der Sinne und alle Laſter. Er lebte wüſte in Müßiggang und Völlerei, pflegte der Jagdluſt auf Thiere
und Menſchentöchter, und liebte es vorzüglich, ſeine Ku⸗
ckusbrut in fremde Neſter zu ſchwärzen. Ich bemerkte, wie Herr Hazzo meiner Schweſter, Deiner Mutter, Hann⸗ chen, nachging, und— Gott verzeihe mir's, wenn ich unrecht meine!— ich glaube, die Augen der Stiene fanden mehr Wohlgefallen an dem ſchmuckgeputzten


