Teil eines Werkes 
5 (1843)
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flehte, und ſeinen idylliſchen Liebeshandel mit dem Flachs⸗ hannchen vollſtändig und in rührender Kindesſprache be⸗ kannte. Unmuth und Eiferſucht wallte auf im edlen Herzen des Junkers; im nächſten Augenblicke aber ſchämte er ſich beider, tröſtete den heulenden Burſchen, und nahm ihn, als der Tag anbrach, mit zu dem Vater, dort ihn vielleicht als Hülfe zu gebrauchen gegen die Anklage der Gerichtsherren.

Die Wärter des Herrn von Scharf hatten ſeine un⸗ ruhige Nacht benutzt, ihn ſprachſelig von dem Vorge⸗ fallenen zu unterrichten, und ſein fiebernder Sinn hatte kaum den Tag erwarten können, um den Gerichtshalter aus den weichen Federn zu ſich entbieten zu laſſen. Der Junker fand bereits den Mann mit dem Eisgeſichte und ſeine Akten vor dem Faulbette des Vaters, und das Protokoll war ſchon verleſen.

Horn? Horn? fragte der Edelmann, und ſeine vor⸗ liegenden Augäpfel leuchteten mit beſonderem Glanze. Die Stiene Horn? die Schweſter des verſchollenen Wer⸗ ner?— Und ſolche Teufelskünſte dicht um meinem Schloſſe? Ha! das iſt meine Krankheit! Ihr Werk meine Krank⸗ heit! Der Teufel in mir! Thut Eure Schuldigkeit, ſchnell, ſchnell! Mit ihrem Tode fährt der böſe Geiſt von mir, und meine Geneſung geht an!—

Ehrfurchtsvoll trat der Junker näher.

Kann auch mein Vater an ſolche Poſſen glauben? fragte er ſanft. Will er ſich mitſchuldig machen der ge⸗ meinſten Verirrung und der finſterſten Verblendung, und Theil haben an dem Blute der Unſchuld, weil Bosheit ſie anklagte, und weil eine kranke Greiſin rothgeweinte Augen hat? Wenn dieſer Bull und dieſe Horn Teufels⸗ bündner wären, was vermöchtet ihr Menſchen alsdann