Teil eines Werkes 
4 (1843)
Entstehung
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jedes rauſchende Blatt machte ihn zittern, jedes fremde Geſicht ſchien ihm die Larve eines Verfolgers; in ſeiner Krankheit hatte er tief in das offene Grab geblickt, und jetzt ſah er nichts um ſich als Gräber, für ſeinen zer⸗ riſſenen, gemordeten Leib gegraben.

Kathinka mußte nachgeben und die Reiſe mit ihm fortſetzen; als ſie aber die. ſchen Grenzen hinter ſich hatten, wagte Taſchwill doch nicht, die beſtimmte Stadt zu wählen; unter einem franzöſiſchen Namen lebte er mehrere Tage ſchon auf einem nahen Dorfe, eilte jeden Morgen mit ſeinem Leibeigenen in die Thore, auf der Poſt nach Briefen zu forſchen, und ein ſolcher Morgen war es, an dem wir ihn in dem beſuchten Hauſe des Herrn Petrus antrafen, wo ihn der unwider⸗ ſtehliche Drang, aus den Tagesblättern Nachricht vom Vaterlande und den Schickſalen der Bundesbrüder zu ſuchen, auf eine Stunde ſeine Vorſicht und Furcht ver⸗ geſſen machte.

Alſo lautete die Aufklärung, welche der Aſſeſſor Carus in einer langen Nacht durch das Taſchenbuch des Fremden erhielt, und die eine Reihe ſo merkwürdiger Begebenheiten vor ihm entfaltete, daß er, wenn auch vom Grauen der Mitternachtsſtunde oftmals befangen, ſich obigen Auszug davon machte, der freilich nicht den Charakter der Rache und des Haſſes an ſich trug, wel⸗ cher aus jeder Zeile der Originalſchrift athmete, und deſſen Lücken er erſt ſpäterhin durch die Erzählungen der unglücklichen Fürſtin Kathinka ausfüllen konnte.

Erſchöpft von dem Wechſelſpiele der Empfindungen des Abſcheues gegen den Frevler, der Anbetung gegen