und welche nach und nach durch mehre Bekannte des
Generals vermehrt worden, die wie ein ſauſender Bie⸗ nenſchwarm um die Königin brauſeten„betrat jetzt das Dickicht des ſchönen Waldes, und die Kühle deſſelben führte Beſonnenheit und Manneskraft wieder zurück in das erſchütterte Gemüth des Finſtern. Er ſtand mit den Gefährten vor dem Steinhöferſchen Waſſerfalle, der über künſtliche Baſaltblöcke herabſtürzt, und gedachte der Zer⸗ ſplitterung ſeiner Jugendkraft und ſeines Lebensmuthes an den Klippen der Weiberlaune; er ſchritt über die ſchwankende Teufelsbrücke, und ſah mit düſtern Blicken und finſteren Gedanken in die Schlucht hinab, worin der in Giſcht und Schaum verſpritzte Sturzbach hohle Schauer⸗ töne gebar, welche wie Höllenklagen der Verdammten zu ihm heraufſprachen; er ſchlich an dem römiſchen Aquäduct hinab, der ihn an ſeine freien, heitern Reiſen durch das klaſſiſche Wunderland Italia erinnerte, und ihm unwillkürlich Göthe's:„Dahin, dahin möcht' ich mit Dir!“ auf die brennenden Lippen lockte. Da ſchoß ein Sonnenſtrahl in ſeine Augen; ja, ſie war es! Auf dem ſchmalen Damme am See ſtand ſie, und fütterte die zahmen Schwäne mit dem Kuchen, den ihr der glück⸗ liche Begleiter reichte; die weißen Thiere hoben ſich faſt auf das Ufer, und drückten die gelben Schnäbel und den ſchlanken Hals an das Knie der Dame, da däuchte ihm, ſie ſähe herüber zu ihm, und ſtände in derſelben Ver⸗ geſſenheit, die ihn umgarnt hielt, eine Minute lang, und ihr Blick ſchien zu ſprechen, zu fragen:„Warum biſt Du ſo fern? warum kommſt Du nicht herab zu mir?“— Sein Auge umzog ein Silberflor, wie mit eiskalter Kralle faßte es nach ſeinem Herzen; als es wieder hell wurde, war ſie fort, und nirgend konnte er
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