Teil eines Werkes 
2 (1843)
Entstehung
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Fort ſoll er? kreiſchte Hima und umklammerte ihn mit Todesangſt.—

Der gnädige Herr iſt gütig wie der Himmel, ent⸗ gegnete Jpſen. Ja, ich muß fort, aber zage nicht darum. Wir ſehen uns wieder, und wo Dein Ris auch ſein mag, Du biſt immer dicht neben ihm.—

Die Jungfrau ließ die Arme ſchlaff an ihrem ſchlan⸗ ken Leibe niederfallen, und ihr Kopf ſank in Troſt⸗ loſigkeit herab auf die Bruſt. Eilig trieb jetzt der Baron Beide aus dem blutbefleckten Zimmer, das er feſt verſchloß und den Schlüſſel zu ſich ſteckte. Mit ſich nahm er ſie in ſein Kabinet. Hier übergab er dem Jünglinge eine gefüllte Börſe, ſchrieb ihm einen Brief auf Hamburg und befahl ihm ein Pferd ſeines Marſtalls zu ſatteln und augenblicks damit die vorgeſchriebene Marſchronte zu verfolgen. Faſt aufgelöſet in Schmerz hing Hima an dem verſtummten Lieblinge. Sanft machte der Edelherr ihre erſtarrten Arme los. Willſt Du ihn tödten, der für Dich ſich mit Blut befleckt hat? fragte er eindringlich. Willſt Du ihn fallen ſehen unter den Bajonettſtichen der erbitterten Soldaten, oder hinſchlep⸗ pen zum Schaffot, zum ſchimpflichern Sündertode? Ich will Dir Vater ſein; in allem Uebrigen wende Dich zu Deinem Gott; fromme Bitten erhört er gern, und ich kenne Dich, Du biſt rein wie ſeine Himmelsbürger. Ihr werdet euch wiederſehen, und wäre es auch erſt auf meinem bemooſeten Grabhügel.

Nis riß ſich los; er preßte ihre Hand mit der Linken an ſein Herz, mit der rechten deutete er ſprachlos zum Himmel und ſtürzte die Schloßtreppen hinunter. Bald ſahen ſie ihn auf dem brauſenden Hengſte vom Hofe ſprengen.