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ſich in heftiger Bewegung neben dem Monumente nieder und drückte ſeine Stirn an den Marmor.—
Als der Oberſt nach einigen Monaten auf der Rück⸗ reiſe von der Brennenſtadt wieder bei ſeinen Tutelen vor⸗ ſprach, fand er ſie vermählt. Mit ſcheuen, ſchmerzlichen Geſichtern kamen ſie ihm entgegen, er legte aber freudig ſeine Hände auf ihre Scheitel und rief mit einem Blicke zum Himmel: Nun wirſt du Ruhe haben, braver Todten⸗ kopf, und den Himmelsfrieden ganz genießen! Ich mußte dein vöſer Engel werden; aber du ſiehſt deine Träume jetzt als ſchönſte Wahrheit, und wenn erſt ein kleiner Richard in deinem Paradieſe umherſpringt und nach dem großen Säbel in der Kapelle unter den Linden haſcht, wird dein Geiſt zu ihm herabſteigen und ob ihm walten, daß er Ehre und Liebe zu den Fahnen ſeines Lebens erkieſet, ſo wie du es gethan.—
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